Reiseappetizer 3

Radreise Burgund vom 21. bis 28. Mai 2016

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Diese Mehrtagestour ist eine Wiederholung der Tour im September 2015 mit leichten Veränderungen, die aus den Erfahrungen vom Vorjahr resultieren. Unverändert bleibt der Bustransport und die Busbegleitung durch Peter Kneffel und die Tourenleitung durch Frank Becker. Der Bus ist auch unterwegs meist in der Nähe der Gruppe und kann im Notfall (Panne, Starkregen, etc.) Hilfe leisten. Wir haben 11 Zimmer zur Verfügung und können so max. 18 Personen (incl. 2 Leiter)  mit auf die Reise nehmen, d.h. Maximum 7 DZ und 4 EZ; oder Minimum 4 DZ und 6 EZ. Wir machen darauf aufmerksam, dass in mehreren Hotels bei der Unterbringung im DZ mit einem „Grand lit“ gerechnet werden muss, d.h. ein großes Bett mit einer Zudecke! Wir haben ein Hotel (in Nevers) gewechselt und den Aufenthalt in Dijon auf zwei Nächte verlängert, weil diese schöne Stadt einfach mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Wir haben an einem Tag Halbpension gebucht, ansonsten sind Übernachtung und Frühstück, sowie die Besichtigungseintritte und ein Abendessen in Dijon im Reisepreis enthalten.

Samstag, den 21.Mai
Wir treffen uns um 7:00 Uhr früh am Bushalt Steinheimer Str. 2 zum sorgfältigen Verladen der Räder in unseren geliehenen Busanhänger, laden anschließend noch die Koffer und los geht’s – so gegen 8:00 Uhr. Wir fahren mit unserem 20-Sitzer-Bus, gesteuert vom erfahrenen Peter Kneffel und bestückt mit kostenlosem Mineralwasser für alle Teilnehmer, über die Autobahn Richtung Süden: Heidelberg, Karlsruhe, Freiburg und schließlich bei Neuenburg über den Rhein und die Grenze nach Frankreich, selbstverständlich mit mehreren Pausen. Mulhouse, Belfort, Besancon und Dôle liegen an der Strecke, bevor wir Beaune erreichen; von dort nochmal 50km auf der Strecke Richtung Paris und wir haben unseren Startort auf der Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Atlantik erreicht: Pouilly-en-Auxois. Unser schönes und komfortables Hotel Val Vert (Grünes Tal) liegt ruhig am Rande eines Gewerbegebietes. Gleich nebenan können wir preisgünstig zu Abend essen.  Das Courtepaille ist ein Schnellrestaurant mit einer großen Auswahl an Speisen aber eben leider auch kein typisch französisches Restaurant, sondern eher eine Art französische Version von McDonalds, aber mit Bedienung.  Die teilweise in Deutsch übersetzte Speisekarte erhält jeder Teilnehmer schon bei der Busfahrt, damit es beim Bestellen schneller geht. Nach den Erfahrungen vom letzten Jahr empfehlen wir, nur einzelne Gerichte, aber keine Menüs zu ordern. Wasser, Bier und Wein sind hier, wie überall in Frankreich, relativ teuer. Kostenlos gibt es zum Essen meist eine Caraffe de l’eau, kaltes Leitungswasser, gut für den Durst.

Am Sonntag, den 22.Mai
starten wir nach einem guten Frühstück gegen 9:00 Uhr zu unserer 1. Radetappe. Wir fahren vorsichtig auf der ( nur werktags?) verkehrsreichen Straße, durchqueren zwei Kreisel, fahren nicht zur Autobahn sondern der Beschilderung „Pouilly“nach. Schon nach ein paar hundert Metern biegen wir rechts ab und gelangen auf die „Allee des platanes“, auf der wir das Ortszentrum erreichen. Hier finden wir auch am Sonntagmorgen evtl einen geöffneten Laden, um Proviant einzukaufen.
Unter dieser Allee verläuft die Scheitelhaltung des Canal de Bourgogne in einem 3 km langenTunnel. Der Kanalbau wurde bereits im 18.Jahrhundert begonnen und – Tunnel inclusive – Mitte des 19. Jahrhundert fertiggestellt. Der Tunnel wird noch heute von Bootstouristen genutzt und der Tunnelausgang , der noch in Pouilly liegt, ist sehenswert. Für die nächsten knapp 40km folgen wir nun den teilweise asphaltierten Treidelpfaden des Kanals Richtung Norden; immer wieder von Schleusen begleitet, hinunter bis zum Ort Pouillenay. Hier können wir eine Mittagsrast einplanen (Rastplatz und/oder Lokal) und dann am Kanal zurück und auf wenig befahrenen Landstraßen hinauf nach Semur-en-Auxois radeln. Dabei sind an diesem Tag insgesamt 55 Kilometer zu radeln. Der Besuch des zum Weltkulturerbe gehörenden Klosters Fontenay bei Montbard erfolgt per Bus, nachdem wir die Räder samt Anhänger beim Hotel abgestellt haben. Unser Hotel Les Cymaises in Semur ist ein altes Herrenhaus inmitten der Altstadt mit schönem Innenhof und Garten. Zu Abend essen werden wir in einem der Restaurants im Ort.

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Am Montag, dem 23. Mai
beginnt der Radeltag mit Frühsport: Semur liegt auf einer Anhöhe, die vom Flüsschen Armançon fast kreisförmig umflossen wird, Wir fahren also erst hinunter vorbei an den mittelalterlichen Wehrtürmen, über die Brücke Pont Joly, und auf der anderen Seite wieder hinauf und gelangen auf einer mäßig befahrenen Landstraße mit einigen Hügeln über das für seinen Käse bekannte Örtchen Epoisses und das Örtchen Toutry (am dortigen Supermarkt wartet Peter auf uns!) weiter nach Avallon in 38km Entfernung (leider unumgänglich: die letzten 5km auf einer Bundesstraße mit Radstreifen), schauen uns das mittelalterliche Städtchen an und machen hier auch unsere Mittagsrast. Entlang des Flüsschens Cousin erreichen wir Pontaubert und Givry, radeln dann nach St.Père. Hier erwartet uns eine längere Steigung (2,5km) mit über 150 Höhenmeter hinauf in das als Wallfahrtsort auf dem Jakobsweg bekannte Vézelay. Auf den 57 Tageskilometern sind insgesamt 390 Höhenmeter zu überwinden, also recht anstrengend, vor allem am Ende! Im Hotel La Compostelle sind wir in kleinen aber zweckmäßigen Zimmern, teilweise mit herrlichem Ausblick, untergebracht und können unser Abendessen in einem Restaurant gegenüber genießen. Zuvor besichtigen wir zu Fuß die steil ansteigende Altstadt hinauf zu der zum Weltkulturerbe zählenden, beeindruckenden romanischen Basilika und haben von der umgebenden Parkanlage einen herrlichem Fernblick.

Dienstag, der 24. Mai
führt uns durch eine der ärmsten aber dennoch reizvollen Gegenden Burgunds ins Departement Nièvre. Nach einer schönen Abfahrt von Vézelay (es geht 2km abwärts) radeln wir wieder auf der mäßig befahrenen Landstraße längere Zeit (etwa 6km) bergauf, meist durch Wald, dann wieder hinunter in Schussfahrt nach Dornecy in 15km. Nach weiteren 3 km erreichen wir das Flüsschen Yonne und den parallel verlaufenden Kanal de Nièvre, an dem entlang wir nach etwa 27 Gesamtkilometern in das Städtchen Clamecy  (Partnerstadt von Gelnhausen) einrollen.
Am großen Supermarkt am Ortsende können wir Proviant für die Mittagsrast unterwegs einkaufen. Über eine mäßig befahrene Landstr. kommen wir bei km 38 nach Corvol und befahren nun eine einsame Landstr. , wo wir an einem geeigneten Platz unser Picknick im Freien abhalten, wenn das Wetter mitspielt. Gut ausgeruht nehmen wir dann eine langezogene Steigung bis km 52 bei Menou in Angriff und werden mit einer rasanten Abfahrt in wunderschöner Landschaft belohnt. Noch einmal müssen wir kurz hinauf, dann durch den Wald abwärts in ein schönes Tal und nach 65 km sind wir am Tagesziel in Donzy angelangt. Unser Hotel heißt „Le Grand Monarque“ und ist ein großes herrschaftliches Steinhaus aus dem XVI Jahrhundert, wunderschön restauriert, mit einer hervorragenden Küche, die alle genießen dürfen: das Abendessen ist im Reisepreis enthalten; nur für die Getränke kommt jeder selbst auf.

Am Mittwoch den 25. Mai
erreichen wir nach gemütlicher Fahrt 15 km leicht bergauf das Weinbaugebiet von Pouilly sur Loire und statten dem geschäftigen Städtchen einen Besuch zum Einkauf ab. Dann führt uns der Weg über die schmale Loirebrücke ans linke Ufer des Flusses, wo der Loire-Radweg flussaufwärts verläuft. Nach 33 km sind wir auf Höhe der Stadt La-Charité-sur Loire , wo wir unsere Mittagspause am Parkplatz nahe von Brücke und Fluss machen können. Ein kleines Café ist auch vor Ort. Immer weiter auf dem Loire-Radweg, der übrigens auf dem Hochwasserdamm verläuft und deshalb leider meist nur den Blick auf die Auenwälder des Flusses erlaubt, gelangen wir schließlich nach 52 km über die nächste Loirebrücke in den Ort Fourchambault, den wir links liegenlassen, um in den schönen Villen-Vorort von Nevers, nach Marzy, hinaufzustrampeln (km 58). Wieder unten an der Loire nähern wir uns dann durch eine schöne Parklandschaft der Innenstadt von Nevers, wo wir nach 66 Tageskilometern unser Hotel Mercure Pont de Loire direkt am Fluss erreichen. Dort werden die Räder wieder in den Anhänger verladen. Verschiedene Restaurants laden am Abend zum Essen ein, wir werden vor Ort noch Empfehlungen aussprechen.

Donnerstag, der 26. Mai
ist zunächst Busfahrtag. Durch die reizvolle Mittelgebirgslandschaft des Morvan fahren wir die ca 150km ins schöne Beaune bis ca. 12:00 Uhr (mit Pause) . Dort besichtigen wir das weltberühmte Hotel Dieu und fahren nach einem Besichtigungsaufenthalt im Ort weiter nach Nuits-Saint-Georges. Hier laden wir die Räder aus und starten unsere kleine Tour (28km) durch die weltberühmten Weinberge der Cote d’Or nach Dijon in unser zentral aber ruhig gelegenes Hotel Victor-Hugo, das für zwei Nächte unsere Herberge sein wird. Die Räder werden in der Hotelgarage abgestellt und das Abendessen in einem der zahlreichen Restaurants nach eigener Wahl eingenommen werden.

Freitag, der 27. Mai
gehört der Stadt Dijon. Am Vormittag lassen wir uns die Sehenswürdigkeiten bei einer Innenstadtführung erklären, haben Zeit für einen ausgiebigen Bummel in der Markthalle  und können am Nachmittag noch eine kleine Stadtrundfahrt per Rad erleben. Danach werden die Räder für die morgige Nachhausefahrt  wieder sorgfältig verladen. Am Abend werden wir gemeinsam ein Restaurant besuchen; das Essen dort ist im Reisepreis inbegriffen, Getränke zahlt jeder selbst.

Samstag, der 28.Mai
Jetzt heißt es Abschied nehmen von Burgund, von Dijon und bald auch von Frankreich. Wir wollen bis 16:00 Uhr in Hanau zurück sein.

Teilnehmerbetrag: 750€DZ, 950€EZ, 5 x ÜF, 2 x HP.
In Frankreich berechnen die Hotels die Übernachtung nach Zimmern, nicht nach Personen. Daher der große Preisunterschied. Tip für Einzelreisende: Wer Geld sparen will, sucht sich den passenden Zimmergenossen oder Zimmergenossin; wir helfen bei der Vermittlung

Bei Fragen: Tel. 069-575893, Frank Becker, Reiseleitung

Frank Becker

 

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