Metager statt Google

Einige Jahre, bevor Google auf den Markt kam, war Metager schon als Suchmaschine vorhanden. Zwar bietet Google besonders mit dem Programm Google-Earth einige Funktionen, die ich nicht missen möchte, als Suchmaschine ist aber Metager für mich ohne Alternative. Das hat einige wichtige Gründe.

Metager ist eine Meta-Suchmaschine, d.h. Metager gibt die Suche an andere Suchmaschinen, wertet anschließend deren Ergebnisse aus und gibt dann die ausgewerteten Ergebnisse an den Anwender weiter. Die Auswahl der beteiligten Suchmaschinen kann man selbst beeinflussen, muss man aber nicht. Der Anhang „ger“ erklärt sich daraus, dass es sich um eine Entwicklung der Universität Hannover handelt, also eine deutsche Entwicklung. Ich verstehe gut, dass die Amerikaner eine deutsche Entwicklung wie gewohnt ignorieren, aber die meisten Deutschen tun es vermutlich nur aus Unkenntnis.

Eine gute Darstellung von Metager bei Wikipedia: wikipedia.de kann dieser Unkenntnis hoffentlich abhelfen.

Spiegel Online hat einen Vergleich der Suchmaschinen Google, Bing, Ask und Metager vorgenommen und keine bedeutenden Unterschiede bezüglich der Qualität der Suchergebnisse festgestellt. Das Ergebnis des Vergleichs kann man hier nachlesen: Spiegel.de

Der Hauptvorteil von Metager ist aber für mich, dass Metager sich an die deutschen Datenschutzgesetze hält und keine Daten über mich sammelt und dann an Firmen verkauft, deren Aktivitäten mir nicht und wahrscheinlich auch sonst niemandem gefallen. Metager gibt auch meine Daten nicht an die beauftragten Suchmaschinen weiter, so dass diese auch nicht rückverfolgen können, wer welche Anfragen gestellt hat. Es ist sogar möglich, vollständig anonym zu surfen, so dass nicht einmal Metager speichert, wer sich hinter einer Anfrage verbirgt.

Übrigens wird Metager von dem gemeinnützigen eingetragenen Verein SUMA e.V. betrieben, der keinen Gewinn erzielen will.
Ich fände es toll, wenn wir –zumindest in Deutschland – das Wort „googeln“ durch „metagern“ ersetzen würden. Ich jedenfalls benutze Metager mega gern (siehe Linkliste).

Karl-Ludwig Paap

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