Frank Becker´s Reisenotizen

Mehrtagesradtour Alpenvorland – Starnberger See
29.6. – 4.7. 2003

Sonntag, 29.06.2003
Mit dem Bus von Turtle-Tours kommen wir am frühen Nachmittag im Hotel Landgasthof Osterseen an. Nachdem Räder und Gepäck ausgeladen sind, stellt der Busfahrer den Anhänger am Bahnhof Iffeldorf ab und fährt zurück. Wir beziehen unsere Zimmer, die teilweise Blick auf das wunderschöne Panorama der Osterseen haben. Dann treffen wir uns zu einer kurzen Erkundungsfahrt.

Das erste Gruppenfoto in Iffeldorf

Das erste Gruppenfoto in Iffeldorf

Von Iffeldorf aus radeln wir über Schechen und Sanimoor ans Lido am Starnberger See, machen dort eine kurze Pause und fahren weiter über Seeshaupt und durch den Wald zur Lauterbachermühle auf der Westseite der Osterseen. Von dort ist es nicht weit bis zurück zum Hotel. Das waren für den Anfang schon mal 22 Kilometer in einer wunderschönen Landschaft bei angenehmem Radwetter.
Am Abend sitzen wir alle bei wunderschönem Wetter auf der Terrasse und lassen uns das gute Essen schmecken.

Montag, 30.6.2003
Gleich am zweiten Tag haben wir die mit 78 km längste Tour der 6 Tage auf dem Programm: Über Antdorf gelangen wir nach Habach, bewältigen den steilen Anstieg bis zum Forsthaus Höhlmühle zu Fuß, und erreichen nach ein paar Kilometern leicht bergauf den Riegsee. Dann haben wir bald Murnau erreicht, wo wir unsere erste größere Pause am Staffelsee einlegen und auch baden können.

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Pause mit Bad am Staffelsee

Dann geht es auf dem schönen Radweg hinunter und hinauf nach Ohlstadt, wo wir in einem schönen Biergarten unsere Mittagspause genießen. Bergauf und bergab kommen wir nach Großweil und an den Kochelsee, rasten am Trimini Bad in Kochel, bevor wir das Kloster Benediktbeuern zur Nachmittagsrast ansteuern. Anschließend verfahre ich mich heftig, habe aber allen Teilnehmern das Filzmoos nahegebracht. Wieder auf der Landstraße kommen wir über Bichl nach Dürnhausen und zurück nach Iffeldorf.
Im Hotel gibt es wie am Vortag einen gemütlichen Abend auf der Terrasse

Dienstag, 1.7.2003
Heute haben wir keine Radtour vor Ort geplant, wir fahren mit dem Zug nach München, um dort eine Stadtführung per Leihrad in Angriff zu nehmen. Nach wenigen Kilometern fängt es allerdings an, heftig zu regnen, so dass wir abbrechen und die Münchner Innenstadtgastronomie mit unserem Besuch überraschen. Schade!. Zurück in Iffeldorf, ist das Wetter nicht unbedingt besser geworden, aber zumindest regnet es nicht mehr. Für die Terrasse ist es heute zu kühl aber drinnen schmeckt das Essen ebenso gut.

Mittwoch, 2.7.2003
Es ist kühler geworden, aber trocken. Also starten zu unserer Starnberger-See-Umrundung. Über Schechen und Sanimoor erreichen wir St.Heinrich am Ostufer des Sees.

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Am Steg in Ambach

Es folgen Ambach, Seeheim, Ammerland und Leoni, bevor wir bei Berg die Votivkapelle erreichen, die hier zu Ehren des unterhalb im See ertrunkenen „Kini“ Ludwig errichtet wurde. Über Kempfenhausen kommen wir dann mit zwischenzeitlichen Steigungen nach Starnberg zur Mittagspause. Ausgeruht besteigen wir dann das Linienschiff, das uns nach Tutzing bringt. Nochmal bergauf und bergab kommen wir wieder per Rad nach Bernried, wo wir eine Kaffeepause einlegen, bevor wir über Seeshaupt und die Lauterbacher Mühle nach 58 Radkilometern wieder in Iffeldorf ankommen.

Donnerstag, 3.7.2003
Kühl und stark bewölkt ist es, als wir in Richtung Murnau losfahren. Schon nach einem Kilometer fängt es zu regnen an, nicht stark aber penetrant. Zwei Teilnehmer kehren um, weil sie sich das nicht antun mögen. Der Rest der Gruppe fährt tapfer gegen den Regen an, der langsam sogar schwächer wird. In Murnau angekommen, fahren wir gleich zum Bahnhof, wo unser Zug nach Mittenwald bald darauf losfährt. Über Garmisch sind wir schnell im Touristenort nahe der Grenze zu Österreich angekommen. Auf dem Weg vom Bahnhof in die Ortsmitte werden wir dann richtig nass: Es gießt wie aus Eimern. Wir machen erst mal zwei Stunden Zwangspause in einem Ausflugslokal, wo wir langsam wieder trocken werden. Draußen schüttet es ohne Unterlass. Wir wollen schon unverrichteter Dinge wieder den Zug besteigen, als der Regen nachlässt. Mutig beschließen wir, doch noch die geplante Radtour zu starten: Es geht bergab nach Krün, da hat der Regen schon aufgehört. In Wallgau müssen wir nochmal bergauf, um dann in Schussfahrt den Walchensee zu erreichen, wo dann tatsächlich die Sonne rauskommt. Bei Einsiedeln fahren wir am Ufer des Sees entlang, machen unsere erste Pause und zwei ganz mutige Teilnehmer gehen hier auch schwimmen.

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Rast am Walchensee

Am nördlichen Ende des Sees bei Urfeld müssen wir nochmal einige hundert Meter schieben, bevor dann die rasante Abfahrt über die Kesselbergstraße hinab nach Kochel beginnt. Unten angekommen, schmerzen Hände,Handgelenke und Arme vom ständigen Bremsen; aber trotzdem: Ein Erlebnis!
In Kochel besteigen wir dann die Regionalbahn nach Iffeldorf; durch den langen Zwangsaufenthalt in Mittenwald sind wir so spät, dass wir die Bundesbahn in Anspruch nehmen müssen, um rechtzeitig zum Abendessen wieder im Hotel zu sein. 58 Kilometer haben wir dennoch zurückgelegt. An unserem Abschiedsabend sitzen wir lange zusammen und genießen nochmal die Gastfreundschaft unserer Unterkunft.

Freitag, 4.7.2003
Wie zum Hohn ist heute das Wetter wieder viel besser und vor allem auch wärmer. Wir genießen zum letzten Mal das Frühstück, heute wieder auf der Terrasse und schauen einigen Studenten der TU München und ihrem Prof zu, wie sie den unterhalb liegenden Teil des Ostersees, den Fohnsee, insektenmäßig kartografieren. Dann werden die Zimmer geräumt und das Gepäck bereit gestellt. Der Bus kommt etwas später als geplant und lädt das Gepäck ein. Wir fahren mit den Rädern zum 1km entfernten Bahnhof, wo der Anhänger steht. Nachdem alle Räder gut verstaut sind, beginnt die Rückreise nach Hanau, wo wir am Abend wohlbehalten eintreffen.

Teilnehmer: 16

Frank Becker

 

 

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